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Der Flachmann – Edelstahltrinkflasche mit Tradition

Die kleine Flasche, die im Volksmund als Flachmann bezeichnet wird, hat ihren zweihundertsten Geburtstag schon hinter sich. Es handelt sich dabei um einen schmalen, flachen, oft etwas nach innen gebogenen Trinkbehälter der gerne mit Hochprozentigem gefüllt wird und locker in jeder Jacken- oder Hosentasche Platz finden.

 

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star-icon Geschichte des Flachmanns

star-icon Vielseitige Verwendungsmöglichkeiten

 star-iconUnterschiedliche Materialien

 star-iconTypische Formen

 star-iconAusstattung und Zubehör

star-icon Die praktische Flachmann Hülle

star-icon Qualität und Preise

star-icon Eignung und Möglichkeiten

star-icon Individuelle Geschenke

star-icon Falsche Flachmänner

star-icon Fazit

 

Geschichte des Flachmanns

Die Geburtsstunde des Flachmanns geht ins 18. Jahrhundert zurück. Nach alten Aufzeichnungen stammt die kleine Taschenflasche, wie sie offiziell heißt, aus England. Sie ist ein Abkömmling der damals oft verwendeten Feldflasche, die für die Mitnahme des meist hochprozentigen Inhaltes einfach zu groß und unhandlich war. Dagegen ist der kleine Flachmann platzsparend in jeder Jackentasche unauffällig mitgewandert.

Beliebt soll er besonders in den Kreisen des englischen Landadels gewesen sein. Auf der Jagd oder beim Ausritt durfte er nicht fehlen. Aus den anfänglich zwar praktischen, aber unattraktiven Trinkfläschchen entwickelten sich mit der Zeit wahre Kunstobjekte. Oft ließen die Besitzer Wappen oder persönliche Daten eingravieren oder sie mit kleinen Edelsteinen besetzen und gestalteten so ihre eigene Taschenflasche zu einem kostbaren Einzelstück.

Doch nicht nur im englischen Königreich war der Flachmann begehrt, sondern auch in der USA zu Zeiten der Prohibition. In den 1920er Jahren erfreuten sich die sogenannten „Hip Flask“ großer Beliebtheit. Da Alkohol von Gesetzes wegen verboten war, ließ sich der illegale Begleiter in den kleinen Trinkflaschen unauffällig transportieren.

Als 1933 das Alkoholverbot aufgehoben wurde, blieben viele Menschen ihrem inzwischen vertraut gewordenen Hip Flask treu, weil sie das leichtverruchte Image liebten.

 

 

Vielseitige Verwendungsmöglichkeiten

Man munkelt, dass vor allem Jäger, Wanderer und Angler ihre zum Teil kunstvoll gravierten Flachmänner hüten wie einen Schatz …. wobei nicht unterstellt werden soll, dass Jäger, Wanderer und Angler dem Alkohol besonders zusprechen.

In früheren Zeiten wurde er sogar vorwiegend den gehobenen Gentlemans zugeordnet … und den Damen der Gesellschaft, die anstatt in Ohnmacht zu fallen, lieber um einen Schluck „Medizin“ aus der silbernen Flasche baten.
Später war der Flachmann eher verschrien und wurde mit heimlichem Alkoholkonsum in direkte Verbindung gebracht. Deshalb musste er sich lange Zeit mit einem ziemlich suspekten Image begnügen.

Doch inzwischen hat sich die kleine Flasche von ihrem schlechten Ruf erholt und ist heutzutage absolut gesellschaftsfähig. Sie wird bei vielen Anlässen verwendet. Für die kleine Stärkung zwischendurch – egal ob beim Camping, Skifahren, Bergwandern, Jagen, Angeln oder auf Reisen (natürlich nicht am Steuer eines Fahrzeuges!) – ist der Flachmann immer griffbereit, wenn er gewünscht wird.

Viel Gefallen findet der praktische Begleiter auch bei Festen aller Art wie beispielsweise Junggesellenabschieden. Da darf das kleine Schnäpschen unterwegs nicht fehlen.

 

Unterschiedliche Materialien

Der Flachmann wurde früher hauptsächlich aus Zinn hergestellt. Selbst heutzutage gibt es noch über 200 Jahre alte englische Fabriken, in denen spezialisierte Zinngießer Flachmänner in traditioneller Technik drehen und polieren.

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Auch aus Glas, Aluminium, Titan, Kunststoff, Ton und sogar aus Sterling Silber ist die kleine Trinkflasche zu haben. Vom günstigen Flachmann aus Plastik, über den deutschen Klassiker aus Cromargan Edelstahl von WMF bis hin zu absolut edel gearbeiteten individuellen Handanfertigungen – das Spektrum ist breit.

Doch das heutzutage übliche für Flachmänner verwendete Material ist der robuste und gesundheitsneutrale Edelstahl. Dieses Material eignet sich besonders gut, um alkoholische Getränke aufzunehmen und völlig geschmacksneutral genießen zu können. Zudem sind Edelstahlflaschen leicht und rückstandslos durch einfaches Ausspülen zu reinigen.

 

Typische Formen

Die Formen der verschiedenen Flachmänner sind zwar nicht identisch, gleichen sich aber vom Prinzip her sehr. Handlich und leicht nach vorne gewölbt, damit sich die Flasche beim Tragen, in der Jacken- oder Hosentasche steckend, gut an den Körper anpasst, sind sie insgesamt quadratisch oder etwas länglich geformt mit abgerundeten Ecken. Die Tiefe ist flach gehalten, damit sie beim Transport nicht aufträgt. Sie sind klein und leicht und freuen sich auch deshalb zunehmender Beliebtheit.

 

Ausstattung und Zubehör

Zu einem Flachmann gehört natürlich auch das passende Zubehör.
In der Regel ist die kleine Taschenflasche mit einem Schraubverschluss versehen, der direkt an der Flasche befestigt ist, damit er nicht verloren gehen kann. Gut eignet sich auch klappbare auslaufsichere Verschlüsse.

Meist ist beim Kauf direkt ein kleiner Trichter dabei, mit dem man seinen Lieblingsschnaps ohne Kleckern einfüllen kann, denn ohne dieses Hilfsmittel gestaltet sich das Befüllen eher schwierig. Ein Mini-Becher ist als praktisches Zubehör ebenfalls oft direkt auf dem Deckel oder an einer separaten Halterung angebracht.

Sollte beim Kauf der Flasche kein Trichter dabei sein, macht es Sinn, sich einen nachträglich anzuschaffen.

 

Die praktische Flachmann Hülle 

Natürlich gibt es den Flachmann als einfache Trinkflasche ohne großes Brimborium oder auch kunstvoll verziert mit unterschiedlichen Gravuren. Doch ein richtiger Flachmann hat ein „Mäntelchen“.
Es ist gebräuchlich, die kleine Flasche in einer passenden Umhüllung mitzuführen. Hier gibt es eine große Auswahl aus Kunststoff, Filz, Stoff und sogar Holz. Doch die traditionelle Umkleidung besteht aus Leder.

Gedacht sind die Hüllen nicht nur um schmucklose Flaschen aufzupeppen, sondern werden besonders gerne zum Schutz vor Kratzern und anderen Beschädigungen gerade bei Flachmännern aus empfindlichen Materialien benutzt.

Die Vielzahl der „Bezüge“ sind mindestens genauso unterschiedlich wie die kleinen Trinkflaschen selbst. Kunstvoll verziert, modern bedruckt, persönlich graviert oder historisch gestylt – da ist mit Sicherheit für jeden Geschmack etwas dabei.
Die Flaschen werden in die Umhüllungen gesteckt und bilden so eine Einheit. Manche haben extra Halterungen für die oben bereits beschriebenen Zubehörteile wie Trinkbecher und Trichter.

 

Qualität und Preise

Die Qualität und die Ausführung bestimmen den Preis. Einen einfachen Flachmann aus eher minderwertigem Material gibt es schon für ein paar Euro im einstelligen Bereich – nach oben sind fast keine Grenzen gesetzt. Mehrere hundert Euro kann man ohne Probleme für ein besonders schönes, wertvolles Stück ausgeben.

Eine schottische Traditionsdestillerie brachte mit dem Flachmann „The Flask“ für rund 2.500,- € einen der teuersten auf den Markt.

 

Eignung und Möglichkeiten

Der Flachmann ist ursprünglich und auch heutzutage in der Hauptsache zum Mitnehmen von alkoholischen Getränken gedacht. Die Füllmenge liegt üblicherweise bei etwa 100 bis 250 ml. Eine ideale Möglichkeit, um das Lieblingsgetränk jederzeit griffbereit zu haben. Gedacht für den berühmten kleinen Schluck zwischendurch, ist er bei vielen Gelegenheiten ein willkommener Begleiter.

Doch ist der Flachmann nicht nur für alkoholische Getränke geeignet, auch wenn dies seinem Ruf voraus eilt. Ein Schluck Wasser oder Tee unterwegs sind gesund und in der einfach zu transportierenden Flasche wunderbar untergebracht. Auslaufsicher und ohne störende Geschmacksirritationen passen gerade die kleinen Flaschen aus Edelstahl in jede Jacken- oder Handtasche.

Aber Achtung – beim Gebrauch mit nichthochprozentigen Getränken sollte auf eine gute Reinigung geachtet werden! Durch die kleine Öffnung ist dies ziemlich schwierig, daher muss auf die Möglichkeit der Keimbildung aufmerksam gemacht werden. Am besten funktioniert die Reinigung in diesem Fall mit kochendem Wasser – hierbei besteht jedoch schnell die Gefahr, sich die Finger heftig zu verbrühen. Also auch nicht ideal! Deshalb ist es wohl sinnvoller, für nichtalkoholische Getränke die in vielen Varianten erhältlichen Trinkflaschen aus Edelstahl zu nutzen, die eine breite Öffnung vorweisen und deshalb wesentlich besser zu reinigen sind.

Der hohe Alkoholgehalt von hochprozentigen Getränken hingegen, verhindert einen Keimbefall weitgehend, wodurch die kleine Öffnung des Flachmanns bei der Sauberhaltung kein Hinderungsgrund darstellt.

 

Individuelle Geschenke

Der Flachmann eignet sich übrigens auch super als Geschenk. Besonders, wenn eine persönliche Gravur die kleine Flasche verschönert oder das „Outfit“ auf den Beschenkten abgestimmt ist.

Ein Flachmann in schöner Geschenkverpackung, die es in vielen Varianten zu kaufen gibt, eignet sich besonders zur Weitergabe an gute Freunde.

Schafft man einen Flachmann für sich selbst an und lässt ihn vielleicht noch mit den eigenen Initialen verzieren, kann er sogar als eine Art Familienerbstück weitergegeben werden, so dass eines fernen Tages der Enkel das gute Stück noch nutzen kann. Denn gerade Flaschen aus Edelstahl sind so gut wie unkaputtbar und die vom Opa ist bestimmt ein besonders emotional wertvolles Stück.

 

Falsche Flachmänner

Im umgangssprachlichen hat sich der Begriff „Flachmann“ leider auch für die kleinen Glasfläschchen, die mit verschiedenen Alkoholsorten gefüllt sind und die es in fast jedem Supermarkt im Kassenwartebereich zu kaufen gibt, eingeschlichen. Diese Bezeichnung hat nichts mit dem traditionellen Flachmann zu tun – obwohl die Wirkung letztendlich die selbe ist.

 

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Fazit

Es gibt den im Volksmund liebevoll genannten Flachmann in unendlich vielen Varianten. Doch ob schlicht und unscheinbar oder aufwändig gearbeitet und mit kunstvollen Gravuren verziert, sie dienen alle einem Zweck – dem kleinen Schluck zwischendurch.

Da der Flachmann, der durchschnittlich ein Füllvermögen von 150 bis 200 ml aufweist, leicht, praktisch und einfach mitzuführen ist, verwundert es nicht, dass er bei Menschen, die viel unterwegs sind und gerne mal ein Schlückchen zur Stärkung nehmen, an Beliebtheit immer mehr zunimmt.

 

In diesem Sinne … ein Wohl auf die Gesundheit!


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